Testosteron macht möglicherweise nicht aggressiv.

•December 16, 2009 • Leave a Comment

aus: NZZonline, 6. 12. 09

Volksglaube beeinflusst das Verhalten

Testosteron macht Menschen nicht unbedingt aggressiv und selbstsüchtig, wie es oft behauptet wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Forschern der Universität Zürich. Das Sexualhormon mit dem schlechten Ruf kann sogar faires Verhalten fördern.

lsl./(sda) Seit Jahrzehnten wird dem Geschlechtshormon Testosteron eine Rolle zugeschrieben, die für Aggressivität steht. Die Forschung schien dies zu bestätigen: Die Kastration männlicher Nagetiere führt zum Beispiel dazu, dass die Streitlust der Tiere abnimmt. Zudem zeigten Studien, dass männliche Häftlinge, die wegen Vergewaltigung, Mord oder bewaffneten Raubüberfall verurteilt worden waren, in ihrem Speichel höhere Testosteron-Werte aufwiesen. Jene mit hohen Werten waren ausserdem häufiger an Konfrontationen mit anderen Häftlingen beteiligt und verstiessen öfter gegen die Gefängnisregeln. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie mit weiblichen Häftlingen.

Alternative Erklärung

Eine alternative Erklärung zur gesteigerten Aggressivität ist aber, dass Testosteron ein nach Anerkennung und höherem Status trachtendes Verhalten fördert. Diese Hypothese wollten die Forscher der Universität Zürich und dem Royal Holloway London mit ihrer im Wissenschaftsmagazin «Nature» erschienen Studie überprüfen.

In ihrer Untersuchung nahmen rund 120 weibliche Versuchspersonen am sogenannten Ultimatum-Spiel teil. Dabei macht eine Person A einer Person B jeweils ein Angebot zur Aufteilung eines realen Geldbetrags. Die Person B kann ihn akzeptieren, dann dürfen beide ihren Anteil behalten, wenn sie aber ablehnt ist das Geld für beide verloren. Je fairer der Vorschlag, desto wahrscheinlicher ist es, dass B akzeptiert. So haben beide ein Interesse an einem fairen Angebot.

Vor dem Spiel erhielten die Versuchspersonen entweder eine Dosis Testosteron oder ein Scheinpräparat verabreicht. Laut den Forschern wäre zu erwarten, dass die Probandinnen mit Testosteron eine aggressive, selbstbezogene und riskante Strategie wählen, ungeachtet der möglichen negativen Auswirkungen auf den Verhandlungsprozess. Doch das Experiment zeigte das Gegenteil.

Fairer mit Testosteron

Frauen mit künstlich erhöhtem Testosteronspiegel machten fairere Angebote als jene, die Scheinpräparate erhielten: Sie boten im Durchschnitt 3,9 Geldeinheiten von insgesamt 10, im Vergleich zu 3,4. Die Forscher interpretieren dies damit, dass sie das Risiko einer Zurückweisung durch die Verhandlungspartnerin mindern wollten. Was der Antrieb der Spieler war, wurde allerdings nicht untersucht.

Aufgrund ihrer Schlussfolgerung vermuten die Forscher jedoch, dass Testosteron nicht die Aggressivität, sondern das Statusbewusstsein erhöht. Dies würde auch eine Erklärung für das aggressive Verhalten der Nager erklären: Bei Arten mit einfachem Sozialsystem kann sich erhöhtes Bewusstsein für den eigenen Status durchaus in Aggressivität ausdrücken.

Wahrscheinlich sei es nicht das Testosteron selbst, das Fairness fördere oder aggressiv mache, sondern das Zusammenspiel zwischen dem Hormon und der sozialen Umfeld, vermutet Michael Naef von der Royal Holloway London. So kann aggressives Verhalten im Gefängnis durchaus den Status erhöhen.


Vorurteil macht unfair

Die Studie zeigte zudem, dass der Volksglaube, Testosteron mache aggressiv, offenbar tief sitzt: Die Forscher fragten nämlich die Probandinnen auch, ob sie annahmen, eher Testosteron oder ein Scheinpräparat erhalten zu haben. Jene, die glaubten, Testosteron bekommen zu haben, fielen durch äusserst unfaire Angebote auf.

Laut den Forschern benutzten diese Personen möglicherweise den Volksglauben als Legitimation, um sich unfair zu verhalten. «Es scheint, dass nicht Testosteron selbst zu Aggressivität verleitet, sondern vielmehr der Mythos rund um das Hormon», wird Michael Naef im Communiqué zitiert.



Pädagogik ist weiblich.

•December 12, 2009 • Leave a Comment

Erziehungsziele.

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•November 1, 2009 • Leave a Comment

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Das Y ist die wunde Stelle der Männlichkeit.

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das siegreiche Y

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Und es ist das Kostbarste, das der Vater seinem Jungen mitgibt.

das hoffnungsfrohe Y

Die Natur des Mannes.

•October 29, 2009 • Leave a Comment

Antonio Canova, Daedalus und Icarus

“…aber die Natur des Mannes ist nicht natürlich, sondern naturändernd und darum manchmal überspannt.”

————————————————————————————Robert Musil

Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Hg. A. Fris‚ Hamburg 1952, S. 685

Reizende Aussichten.

•October 25, 2009 • Leave a Comment
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21.10.2009

Sind Frauen künftig kleiner, dicker und fruchtbarer?

(miwa) - Sind große und schlanke Frauen in der Zukunft eine Seltenheit? Glaubt man den Forschern einer amerikanischen Universität, muss diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden.

Die Mediziner der Universität New Haven wollten anhand der Studie herausfinden, ob Frauen mit vielen Kindern spezielle körperliche Merkmale haben. Wie die “Apotheken Umschau” berichtet, untersuchten die Wissenschaftler dafür 2.238 Frauen in der Menopause. Sie analysierten unter anderem Körpergröße, Gewicht, Blutdruck und die Cholesterinwerte der Studien-Teilnehmerinnen. Diese Werte setzten die Forscher anschließend mit der Anzahl der geborenen Kinder ins Verhältnis.

Aus den Ergebnissen folgerten die Mediziner dem Apotheker-Blatt zufolge, dass diejenigen Frauen die meisten Kinder bekommen, die kleiner und schwerer sind. Zusätzlich sind vor allem Frauen mit niedrigem Blutdruck und guten Blutfettwerten sehr gebärfreudig. Besonders fruchtbar sind auch die Damen, die ihr erstes Baby sehr früh bekamen und deren Wechseljahre erst spät einsetzten.

Diese Eigenschaften vererben die Mütter künftig an ihre Töchter, so die Forscher. Daher kommen in den kommenden Generationen immer kleinere, dickere und fruchtbarere Mädchen zur Welt. Die Mediziner gaben die Prognose ab, dass die Frauen in den nächsten zehn Generationen, sprich in etwa 200 Jahren, bereits um zwei Zentimeter kleiner sein werden – bei einem Kilogramm Körpergewicht mehr.

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Retour aux sources: Venus von Willendorf

25. Oktober 2009, NZZ am Sonntag

Die Frau der Zukunft ist molliger und fruchtbarer

Die Frau der Zukunft ist molliger und fruchtbarer

Forscher haben Gesundheitsdaten analysiert und sagen voraus, wie die Evolution das weibliche Geschlecht verändert

 

Hochgeschossen und gertenschlank: So sieht das Idealbild der modernen Frau aus, wie es auf den Laufstegen der Modewelt von jungen Schönheiten verkörpert wird. Doch die Natur hat andere Pläne mit dem weiblichen Geschlecht. Die Frau der Zukunft ist kleiner und molliger, dafür ist sie gesünder und fruchtbarer. Das hat eine Studie von Evolutionsbiologen um Stephen Stearns von der Yale University ergeben («Proceedings of the National Academy of Sciences», online).

Zu dem erstaunlichen Befund sind die Forscher gekommen, indem sie der Frage nachgingen, ob der Mensch – wie alle anderen Lebewesen – den Mechanismen der Evolution unterworfen ist. «Die natürliche Selektion wirkt auch beim heutigen Menschen noch, deshalb entwickelt er sich ständig weiter», sagt Stephen Stearns, der bis 2000 Professor für Zoologie in Basel war.

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Genau diesen Einfluss stellten andere Fachleute wie der britische Genetiker Steve Jones, vor allem aber Mediziner bis in die jüngste Zeit immer wieder in Abrede. Ihr Argument: Medizinische Fortschritte wie Impfungen oder Antibiotika hätten dazu geführt, dass Menschen heute alt würden und sich fortpflanzten, die früher bereits in jungen Jahren wegen Krankheiten gestorben wären. Damit habe sich der Mensch vom Prozess der natürlichen Auslese befreit und der Evolution ein Schnippchen geschlagen. Stearns und seine Mitarbeiter konnten nun aber belegen, dass die Evolution beim Menschen doch am Werk ist. Und zwar, indem Frauen mit bestimmten Eigenschaften mehr Kinder haben und diese Merkmale häufiger an die nächste Generation weitergeben.

Diese Erkenntnis haben die Evolutionsbiologen aus den Daten der Framingham-Herzstudie gezogen. Diese Langzeitstudie begann im Jahr 1948. Seither sucht sie bei den rund 14 000 Einwohnern der Stadt Framingham in Massachusetts nach Gründen für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Stearns und sein Team konzentrierten sich auf die Gesundheitsdaten von rund 2200 Frauen, die die Menopause hinter sich hatten.

Dabei zeigte sich: Kleinere, fülligere Frauen hatten durchschnittlich mehr Kinder. Das war auch der Fall bei Frauen mit niedrigerem Blutdruck und tieferem Cholesterinspiegel – ausserdem bei jenen, die ihr erstes Kind in jüngeren Jahren hatten oder ihre Menopause später erlebten. Diese Eigenschaften fanden sich auch bei den Töchtern der Frauen, die ihrerseits wieder mehr Nachkommen hatten. «Das könnte damit zu tun haben, dass Frauen einen Fettanteil von rund 20 Prozent ihres Körpergewichts haben müssen, bevor sie regelmässig Menstruationszyklen entwickeln», erklärt Stephen Stearns.

Wie dem auch sei: Setzt sich der beobachtete Trend während 10 Generationen fort, so die Evolutionsbiologen, wird die durchschnittliche Frau zu Beginn des 25. Jahrhunderts 2 Zentimeter kleiner und 1 Kilo schwerer sein als heute. Sie wird ihr erstes Kind 5 Monate früher haben und 10 Monate später in die Menopause eintreten. Und ihr Herz-Kreislauf-System wird dabei erst noch in einem besseren Zustand sein.

Patrick Imhasly

Vaterschaft!

•October 21, 2009 • Leave a Comment

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Neue Zürcher Zeitung, 5. 10. 09

Warum die Mutter als emotionale Bezugsperson für das Kind nicht mehr allein die Hauptrolle spielt

Die Schweiz feiert mehr Geburten. Woran liegt das? An der effektiven Krippenpolitik oder an neuen Vätern, die sich endlich ändern dürfen? Tatsache ist, dass die alleinerziehenden Väter die am schnellsten wachsende Familienform in der Schweiz sind.

Von Margrit Stamm

In der Schweiz werden wieder mehr Kinder geboren. Dass dies kein Mikrotrend, sondern eine Trendumkehr ist, verdeutlicht die stete Zunahme der Geburtenziffer seit 2001. Vor zwei Jahren erreichte sie – in der irritierenden Sprache der Statistik – 1,46 Kinder pro Frau. Und wie geht das gesellschaftlich auf? Indem nahezu 80 Prozent der Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, weiterhin berufstätig bleiben. Tragen können diesen Trend aber ja weder das familienexterne Betreuungssystem noch staatliche Unterstützung. Denn hierzulande fehlen noch rund 60 000 subventionierte – also zahlbare und an die Bedürfnisse der individuellen Familie angepasste – Krippenplätze. Zudem beträgt der Mutterschaftsurlaub in der Schweiz 16 Wochen und ist nicht übertragbar auf den Vater – im Gegensatz zu Schweden oder Deutschland mit ihrem Elternjahr.

Also müssen es wohl die neuen Väter sein, die dieses Mirakel möglich machen. Sie können endlich ganz selbstverständlich mehr für ihre Kinder da sein, wenn die Partnerin arbeitet.

Viele Facetten des Vaterseins

Aber stimmt die Einschätzung tatsächlich? Ist «Die vaterlose Gesellschaft», wie sie Alexander Mitscherlich 1962 beklagt hatte, vorbei? Die nähere Betrachtung zeigt, dass die Suche nach dem realen Engagement der Väter schwierig ist. Gesichert ist nur, dass alleinerziehende Väter die am schnellsten wachsende Familienform der Schweiz sind: Seit 1970 (1901) ist diese um 300 Prozent (auf 5897) bis 2008 angewachsen.

Während sich aber die helvetische Politik – notabene auch die Justiz – noch weitgehend an der traditionellen Kleinfamilie orientiert, entsteht von der Politik unbeobachtet eine neue Welt der Väter, die kaum in traditionelle Schemata passen. Es sind ehemalige 68er, die aus erster Ehe Kinder haben und im reifen Alter nochmals Vater werden. Es sind auch Alleinerziehende, schwule Väter, Hausmänner, Samenspenderväter, Adoptiv- und Stiefväter und Pendelväter oder 50-Prozent-Väter.

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Die Väterforschung ist ein neues Gebiet der Sozialwissenschaften, die sich lange Zeit nicht für die Vater-Kind-Beziehung interessierten. Heute anerkennt man auch den Vater als Erziehungsgrösse. Hierzu hat die Bindungsforschung einen bedeutenden Beitrag geleistet. Gemäss neusten Erkenntnissen verfügen Väter gar über ähnliche biologische Kompetenzen wie Frauen: Während der Schwangerschaft erleben sie ebenfalls Hormonschübe, können zum Neugeborenen ähnlich emotionale Bindungen aufbauen und auf ein schreiendes oder lächelndes Baby ähnlich wie die Mutter reagieren. Mit Ausnahme des Stillens – so die Forschung – gibt es keine Hinweise, dass Frauen prädisponiert sind, der bessere Elternteil zu sein. Sind es also rein soziale Konventionen, die uns glauben machen, die Mutter sei wichtiger für die kindliche Entwicklung?

Fast scheint es so. Die Entwicklungspsychologie nämlich belegt, dass der Vater emotional genauso wichtig für die Entwicklung des Kindes ist wie die Mutter – nicht in quantitativer, aber in qualitativer Hinsicht. Dies stellt einen Knackpunkt dar: Zwar verbringen Männer mehr Zeit mit ihren Kindern, als dies früher der Fall war, Mütter jedoch (auch wenn sie berufstätig sind) wenden noch immer weit mehr Zeit für Haushaltsarbeiten auf. Verständlich die oft geäusserte weibliche Rüge, Väter würden im Umgang mit Kindern nur die Rosinen herauspicken.

Neues schwaches Geschlecht?

Folgt man den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie, ist aber genau diese Teilung für das Kind förderlich. Denn Väter spielen anders mit dem Kind als Mütter: Sie erfinden stets neue Spiele, tollen mit dem Kind herum, sind in Ordnungsfragen großzügiger. Mütter sind konventioneller, vorsichtiger und angetan, dem Kind bei der Regulation der Gefühlswelt zu helfen. Kein Wunder, dass viele Kleinkinder den Vater als Spielkameraden bevorzugen. – Die Vatersehnsucht hat aber auch völlig gegensätzliche Impulse erfahren. Man spricht von den Männern als den «tendenziellen Modernisierungsverlierern». Davon, dass sie das neue «schwache Geschlecht» seien, das sich der Partnerin und dem «Projekt Kind» anzupassen habe. Dieses hat die Elternschaft nicht nur zur wählbaren Option werden lassen, sondern auch zu neuen Abhängigkeiten geführt. Zwar verbindet sich mit dem Projekt Kind zunehmend der Wunsch nach Sinn und Glück.

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Die Kehrseite der Medaille aber ist, dass Eltern heute ihren Kindern Liebe entgegenbringen, aber auch Leistungs- und Lebenserfolg einfordern müssen. Bei früheren Generationen waren es «nur» Gehorsamkeit und Respekt. Dies sind auch die Gründe, weshalb Väter zunehmend unter Druck stehen, alles richtig machen zu müssen – ihren Partnerinnen gegenüber, aber auch ihrem Kind. Für diesen Trend steht eine galoppierende Zunahme von Erziehungskursen, Elternratgebern oder Elterntreffs. Väter sind bei der Schwangerschaftskontrolle dabei und auch im Gebärsaal eine Selbstverständlichkeit. Sie kommen zum Va-Ki-Turnen, drehen ihre Runde auf den Spielplätzen, nur im Herren-WC hat es noch keine Wickeltische.

Fest steht: Biologische Vaterschaft verliert, soziale Vaterschaft gewinnt an Bedeutung. Männer kommen in den seltensten Fällen lediglich durch Zeugung zu einem Kind, sondern, indem sie sich in eine intime Beziehung zum Kind einlassen. Das Vater-Kind-Verhältnis muss somit emotional aufgeladen sein.

Mehr als Brotverdiener sein

Zwar scheint der Vater als Ernährer ausgedient zu haben, doch gibt es eine neue Vielfalt von Vatertypen. Die Forschung (Uni Frankfurt) unterscheidet drei neue Formen: den fassadenhaften, den randständigen und den egalitären Vater. Der fassadenhafte Vater – dazu gehört etwa ein Drittel aller Väter – entscheidet sich erst nach einigem Zögern für eine Vaterschaft, nicht zuletzt deshalb, weil er mehr als nur Brotverdiener sein will. Trotzdem verfolgt er dann ein traditionelles Rollenmodell, indem seine Partnerin die Erziehung des Kindes übernimmt. In der Erziehung ist er oft überfordert und hinter der Fassade hilflos. Leicht anders der randständige Vater, zu denen jeder fünfte junge Vater gehört: Er fühlt sich wenig akzeptiert und immer mit dem Wunsch der Partnerin konfrontiert, sich mehr an der Erziehung zu beteiligen. Da er die Verpflichtung ernst nimmt, zeigt er sich gekränkt, wenn die Partnerin seine Leistungsvorstellungen nicht versteht. Im Gegensatz dazu der eigenständige Vater, der statistisch zwei von fünf Vätern umfasst. Er ist dem Kind partnerschaftlich zugewandt, fühlt sich von der Partnerin hoch akzeptiert. Rollenklischees lehnt er ab.

Partnerin steuert Vaterrolle

Fakt ist auch, dass es eine Abhängigkeit zwischen neuer Väterlichkeit und neuer Mütterlichkeit gibt. Und es gibt wohl einen vierten – eher verdrängten – Vater-Typus. Jenen, der physisch präsent ist, dessen väterliche Gegenwart die Mutter aber nicht zur Kenntnis nehmen will. Solches Verhalten ist eine mächtige Quelle, aus der Vatersehnsucht sprudelt. Väter – so das Fazit – sind eben nur exakt so weit involviert, wie es die Partnerin zulässt.

Margrit Stamm ist Bildungsforscherin und Professorin an der Universität Freiburg (Schweiz).

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Hans im Glück.

•October 19, 2009 • Leave a Comment

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Dies Vogerl ist ihnen auf den Leim gegangen.

Frauenphantasien (II)

•October 18, 2009 • Leave a Comment

Frauenphantasie

Das Ewigweibliche.

•October 16, 2009 • Leave a Comment

OBJEKT VON ERNESTO NETO

Der kleine Unterschied.

•October 15, 2009 • Leave a Comment

 Venus von Gagarino (Ukraine)

Die Frau gefällt sich, wie sie ist. "Jede Frau ist schön", sagt ihre Sprachröhre.

speerwerfer; gr. Vase

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Dem Mann ist’s nie genug – immer noch höher und immer weiter; sonst gingen wir ja immer noch auf allen Vieren. 

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